Motorradfahrer Wörterbuch ;)

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Dieses Thema enthält 16 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Vladimir vor 4 Monate.

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  • #866

    Vladimir

    BMW
    Auch:
    * Einspur-Automobil
    * Guzzi mit Hänget****n
    * Flying Brick oder Flat Twin
    * Bayrischer-Mist-Wagen
    * Bei MotoGuzzi weggeworfen

    Werden von Leuten gefahren, die eigentlich Autos fahren wollen, aber das nicht cool genug finden. Aus diesem Grund baut BMW elektronischen Schnickschnack ein (ABS, ESP, ASR etc), der das Fahrgefühl und die Pannenhäufigkeit an jenes von Autos annähern soll. Pflichtausrüstung: Lila-Gorejacke, Klapphelm, Holzfällerhemd + Strickjacke, braune Stiefel und Sandkastenanzug von BMW. BMW Motorräder sind oft als Gebrauchtfahrzeuge mit 0Km zu bekommen, da das Einstecken und drehen des Zündschlüssels erst auf Seite 23476 der Bedienungsanleitung ausführlich erklärt wird.
    Fortsetzung folgt….

    #867

    Vladimir

    Ducati, Moto Guzzi
    werden vorwiegend von Mechanikern gefahren, das so genannte „Desmovolk“. Weil die wissen was gut ist.
    Zwei Ducatifahrer zeigen sich beim „Grüßen“ immer Zahlen an, was Rückschlüsse auf die pannenfreien Tage in der vergangenen Woche geben soll. Früher war auch das anzeigen der Pannentage in Mode, allerdings gab es zu viele Probleme mit dem Anzeigen von sechs oder sieben Pannentagen, da allerdings noch kein Ducati oder Guzzi Fahrer mehr als vier Pannenfreie Tage in einer Woche hatte einigte man sich auf das Anzeigen der Pannenfreien Tage.

    #868

    Vladimir Hribar

    Harley Davidson
    (auch: „Geradeauseisen“ oder „Kernschrott aus Müllwaukee“) Wie jede(r) weiß, gehören Harley Davidson Fahrgeräte nicht zu den Motorrädern sondern zu den Bewegungshilfen wie Treppenlifte, Aufstehhilfen, Badewannen mit Türen und der ganze Scheiß, der auf den Anzeigenseiten des ADAC-Magazins zu finden ist. Dass man hier keine Harley Davidson Anzeigen sieht liegt daran dass niemand, der mit diesen Dingern zu tun hat, lesen oder schreiben kann. Eine Harley wird nicht gefahren, sondern abgeschleppt. Im Übrigen gibt es in Amerika nur schnurgerade Straßen, weil Kurvenfahrten mit den Eisenteilen fast unmöglich sind. Aus diesem Grund werden Ausfahrten gerne auf Landepisten verlegt, wo man das Vehikel dann am Ende der Piste von Gleichgesinnten wenden lässt, um wieder in die andere Richtung zu fahren.

    Harleyfahrer sind die meistgehassten Motobiker. Das kommt daher, dass sich Normalverdiener ein solches Bike nicht leisten können und dadurch der Neidfaktor in ungeahnte Höhen schnellt. Die steinreichen Hersteller solcher Motorräder in Müllwaukee haben das bereits in frühen Jahren erkannt und eine Serie ihrer Motorräder als Billig-Kopien in China von mittellosen Bauern herstellen lassen. Sie nennen diese „Schbordster“ und viele arme Motorradfahrer wie Hartz-4-Empfänger oder Städtische Reinigungskräfte sind auf diese Finte reingefallen und haben sich die Schrottkopien gekauft. Mit einer billigen „Schbordster“ denken sie jetzt, sie gehören zum erlauchten Kreis der echten Harleyfahrer.

    Honda, Kawasaki, Suzuki, Yamaha
    werden vorwiegend von Organspendern, oder denen die es werden wollen gefahren. Die Fahrer erkennt man daran, dass sie mit Helm eigentlich genauso aussehen wie ohne. Ein typischer Fahrer solcher Motorräder arbeitet meist in untergeordneten Positionen bei der Post, in Werkstätten oder Elektroniklaboren. Ausnahmen bilden dabei die Honda-Hornet-Fahrer. Ebenso elegant wie kraftvoll bilden sie mit ihrem Fahrer (welche zu den besten ihrer Klasse gehören) die perfekte Einheit aus Mann und Maschine. Ganz und gar überlegen sind die Hornets den CBRs, da sie zwar aus technologischer und leistungsmäßiger Sicht ähnlich sind, die CBR-Fahrer jedoch großen Wert darauf legen sich zur Gesellschaftsschicht der Superbike-Fahrer dazuzählen zu können, besonders wird hier die Ähnlichkeit zu Kawasaki ZX-R- Reihe gesucht, in Fach-/ und Prollkreisen auch „NINJAA!!“ genannt. Dieses Streben ganz und gar vergebens, auch wenn einige Charakterzüge aus derartigen Kreisen adaptiert werden (siehe Gründe, warum ein Superbike-Fahrer nicht grüßt). Grundsätzlich ist festzustellen, das Hornets aller Klassen die absolute Elite neben der Familie der CBs bilden, wo hingegen eine CBR eher als Kompensierung diverser Komplexe und Unstimmigkeiten im eigenen Ego zu sehen sind (vgl. Artikel: Emo)

    Husqvarna
    Husqvarna ist ein schwedischer Hersteller von Nähmaschinen und Geräten zur Garten- und Waldpflege, insbesondere Motorsägen und Rasenmähern.

    #869

    Vladimir

    KTM
    Auch:
    * Kick Ten Minutes
    * Klemmt täglich mehrmals
    * Keine tausend Meter
    * Katholisches Trachten Moped
    * Kindertransportmittel
    werden von Ferkelwämsern gefahren, denen der Traktor zu langsam ist. Auch bekannt als „Ösi-Marke“.

    MAICO
    Am achten Tag sah Gott das etwas fehlte und er pausierte, um zu sinnieren. Dann sah Gott das er kein Fahrzeug hatte und sprach… „es sein ein Moped“ … und als erstes wart dort gewesen ein Rahmen sodann die Räder und zum Schluss der Motor welcher hatte lediglich zwei Takte… Gott sah das es schlecht war (zu wenig PS und zu schwer)und der Herr selbst schraubte den überflüssigen Krempel ab und erhöhte die Kubikzentimeterzahl auf unheilige 2+666 cm². Und Gott ward zufrieden und ritt sein Höllengerät bis in alle Ewigkeit (oder der nächsten AU).

    MV Agusta
    (auch: Ducati²)
    Ist eine nicht mal so schlechte „Pressblechzusammenbratbude“ aus bella Italia, die dem Satz „ein Moped ist immer nur so viel wert wie der Preis den man dafür bezahlt“ ganz neue Dimensionen verleiht. Für den Preis einer neuen MV bekommt man auf den freien Markt gut und gerne zwei Reiskocher (Eierfeilen) welche bessere Qualität bei mehr Leistung bieten. Der große Vorteil einer MV ist allerdings ihre optische Schönheit und die Tatsache dass unser aller Anführer und Vorbild „Indio“ auch eine fährt.

    MZ
    (auch:Klemmzett)
    Bezeichnet ein untermotorisiertes Laufrad aus dem ehemaligen Wilden Osten. Kenner schätzen den millionenfachen Seltenheitswert dieses zweirädrigen Rollators und die Bierindustrie den obligatorischen Kasten, für den eine MZ mindestens 3 Mal im Monat den Besitzer wechselt. Ihr Erscheinen auf westdeutschen Straßen hat zur Erfindung des Umluft-Schalters in PKW-Klimaanlagen und damit zu Fortschritt im Automobilbau geführt, dem sich das Motorradwerk Zschopau 175 Jahre lang erfolgreich verschlossen hat. Öl braucht der Zweitakter in der MZ übrigens nur sehr wenig, denn fahren kann man höchstens, wenn sie überhaupt anspringt, eine halbe Stunde am Stück bevor der Motor überhitzt oder die Lichtmaschine verdampft.

    #871

    Vladimir

    Triumph
    wird nicht nur gefahren sondern noch mehr als die eigene Frau geliebt! (Sofern die eigene Frau 90 Jahre alt ist und 150 Kilo wiegt) Ein Beweis dafür, dass Englische Motorräder genau so hässlich sind wie die meisten Engländerinnen. Triumph ist dagegen die einzige vom Vatikan abgesegnete Marke, da schon in der Bibel stand: „Er fuhr mit Triumph in den Himmel“
    [bearbeiten] Voxan und Husaberg
    Diese Motorräder gibt es eigentlich gar nicht.

    Burn Out
    Ein gesetzlich vorgeschriebener Vorgang, der vor jedem Reifenwechsel notwendig ist. Es gilt, den Gummiüberschuss auf dem Hinterreifen durch den Gummi- und Gripmangel der Straße auszugleichen.

    Schräglage
    Bei allen Motorrädern außer den amerikanischen Eisenhaufen notwendig, um in den Kurven nicht aus der Spur zu kommen. Die Erzeugung der Schräglage wird durch das sogenannte telekinetische Gegenlenken bewirkt: Der Motorradfahrer denkt vor der Linkskurve telekinetisch daran das Motorrad nach links einzuschlagen, bewegt den Lenker aber trotzdem nach rechts. Das Motorrad hört eher auf die Telekinese als auf den Lenkereinschlag und neigt sich nach links. Ohne diese Magie ist Motorradfahren physikalisch nicht möglich. Für BMW-Fahrer gilt dieses nicht im gleichen Maße, da die ideale Kurvenneigung durch auf dem Asphalt schleifende Zylinder nicht erreicht werden kann.
    Supermoto

    #1054

    Vladimir

    Supermoto

    Die Königsdisziplin des Motorradfahrens! Verbindet das Geschick und Können der Motocrosser mit Mut und unbändigen Jagdinstikt! Wahlspruch: FIGHT THE FAT!
    Der Supermotofahrer oder auch Wemser:

    * ist ein ziemlich bescheuerter Motorradfahrer mit besonderer Affinität zur Drifterei
    * Baut aus jedem Parkplatz eine Rennstrecke und bezieht dabei auch des Nachbars Garten gerne mit ein
    * Unterliegt dem starkem Zwang ständig Akoholika zu sich zu nehmen
    * Spricht meist Wemsisch

    Wheelie
    Ein Vorgang, bei dem das Vorderrad durch anbeten des Leistungsgottes zum Himmel gehoben wird. Wird auch dazu benutzt, Motorräder in zwei Klassen einzuteilen:

    1. die Motorräder bei denen dazu das Schleifen der Kupplung notwendig ist
    2. die Motorräder der Organspenderfraktion.

    Hierfür hervorragend geeignet sind vor allem:

    * GSXR1000 von Suzuki
    * ZX10R von Kawasaki
    * R1 von Yamaha
    * Honda Fireblade
    * Kreidler Florett
    * Messerschmitt-Kabinenroller.

    Die Geräte haben so viel Leistung, mit denen könnte man auch locker Fliegen.

    #1055

    Vladimir

    onderformen

    Quad/ATV
    Vereint alle Nachteile von Motorrad und Auto in einem Fahrzeug. Gehört wegen der Mehrspurigkeit nicht zur Gattung der Motorräder (siehe auch Rasenmähertraktor ohne Mähwerk). Darf wegen der hohen Umweltbelastung zukünftig nicht mehr in die Umweltzonen einfahren (Ausnahme: Quads und ATVs die als „Ackerschlepper/Zugmaschine“ zugelassen sind, und das sind die Meisten), weshalb alle innerstädtischen Eisdielen evtl. bald wieder zum Hoheitsgebiet der echten Biker werden! Quad/ATV-Fahrer grüßen nicht und werden von Motorradfahrern nicht gegrüßt!
    Quads werden gefahren von Leuten, die zu doof waren den Motorradführerschein zu bestehen und meinen mit einem Vierrädrigen Gefährt ohne Karosserie dennoch zur Gilde der Motorradfahrer zu gehören. Gemeinsamkeiten zum Motorrad beschränken sich aber in der Regel nur auf „Fliegen auf dem Kittel“ und „Nasser Arsch“ bei Regenfahrten. Auf die essentiellen Vorteile des Motorrades wird komplett verzichtet: das Hineinlegen in Kurven, die fantastische Beschleunigung, der relativ geringe Benzinverbrauch, die schmale Baubreite des Fahrzeugs und damit verbundener Vorteile (z.B. das Vorfahren an der Ampel an wartenden Autos vorbei) und die hohe Spitzengeschwindigkeit. Zudem ist die Sitzposition auf einem Quad am besten mit folgenden Worten zu beschreiben: Wie ein Affe auf dem Schleifstein. Ganz besondere Quad-Experten montieren sich ein Mega-Topcase auf das Heck um bei Gelegenheit auch mal ein halbes Schwein abtransportieren zu können. Dabei knattern diese vollkommen überflüssigen Vehikel meist wie eine Rüttelplatte, dass einem der Zimt aus der Ohrmuschel fällt, wenn diese mit Vollgas und etwas mehr als Tempo 100 vorüberfahren. Mehr als Tempo 100 ist sowieso meist nicht drin, weshalb sich die Quadfahrer auch oft mit LKW-Fahrern herumschlagen müssen. Für Härtefälle die nicht verstehen können das man mit dem Fuß schalten muß und mit der Hand kuppeln, gibt es Quads mit Automatikgetriebe. Eine andere Bezeichnung für Quad lautet ATV (aus dem englischen), was soviel bedeutet wie: Ape Transport Vehicle.

    Roller
    [öst.: Muschibrummer] Werden bei jedem Kundendienst des Motorrades aus dessen Luftfilter geklopft. Sie gehören nicht zur Gruppe der Motorräder. Sind durch eine besonders damenfreundliche Geometrie nicht zum gnadenlosen Heizen geeignet. Werden bevorzugt von 15-Jährigen möchtegern Autoproleten, Frauen und Männern ohne Hoden gefahren. Motorradfahrer, die von einem Roller in einem Ampelrennen besiegt werden, werden sozial von allem verachtet und beleidigt, das Gute jedoch ist das das nicht nötig ist, da Roller einfach viel zu langsam sind. Rollerfahrer grüßen nicht und werden nicht von Motorradfahrern gegrüßt.

    Trike
    Wird von übergewichtigen alternden Möchtegern-Rockern gefahren, welche aber Schiss davor haben, mit dem Motorrad gegen die Schwerkraft zu arbeiten! Gehört zur Gattung der Krankenfahrstühle oder Kackstühle. Kombination aus Fahrer und Gerät auch gerne bezeichnet als halbe Portion auf halbem Käfer. Trikefahrer grüßen nicht und werden nicht von Motorradfahrern gegrüsst!

    #1058

    Vladimir

    …und weiter geht es :
    Grüssen
    Mehr oder weniger deutliches Zurkenntnisnehmen eines entgegenkommenden Motorradfahrers. Zu diesem Zwecke erlaubt sind das Heben der Kupplungshand bis maximal Schulterhöhe oder das Abspreizen von mindestens zwei Fingern der linken Hand vom Lenkergriff. Grüßen mit der rechten Hand wird i. d. R. als uncool angesehen (man müsste ja vom Gas). Im Notfall, wenn die Kupplungshand z. B. mit Kuppeln beschäftigt ist, ist auch ein deutliches Nicken mit dem Kopf erlaubt. Fahrtechnisch problematisch wird das Grüßen beim Überholen. Die klassische Grußhand, die Linke, wird vom Überholten nicht gesehen. Grüßt man mit der Linken vorn am Körper vorbei nach rechts, tippen Autofahrer auf Heuschreckenschwärme oder Unterarmkrampf. Motorradfahrer mit Auslandserfahrung wenden daher in dieser Situation die mediterrane Variante an: Spanische, italienische und französische Motorradfahrer sind immer irgendwie mit Gasgeben, Kuppeln, Schalten oder ihrer Sozia beschäftigt, sodass sie durch Abspreizen des rechten Beins grüßen. Nur Fortgeschrittenen zu empfehlen ist das sog. Abklatschen: Der linke Arm wird soweit ausgestreckt, dass die ebenfalls ausgestreckte Hand des entgegenkommenden Fahrers berührt wird. Fehleinschätzungen von Geschwindigkeit und Entfernung können hierbei allerdings äußerst unangenehme Folgen haben. – Das Auf- und Abbewegen der waagerecht ausgestreckten Hand ist nicht als Gruß zu verstehen, sondern als Warnung z. B. vor Öl, Hindernissen oder Schnittlauch auf der Fahrbahn.

    Regulatorien
    Das Motorradgrüßen ist stark reglementiert und wird von Anfängern zu recht als sehr kompliziert angesehen. Die Frage, wer wen wann und wie grüßt und ob zuerst oder zurückgegrüßt wird oder überhaupt nicht, ist nur komplex zu beantworten und bedarf einer sehr differenzierten Betrachtung. Die Reaktion auf aktuelle Entwicklungen, wie zum Beispiel das Anwachsen des Hubraumes von Motorrollern oder die stetig steigenden Zulassungszahlen, wird unter Motorradfahrern kontrovers diskutiert.

    Das bekannteste und wichtigste Verbot („Regel Nummer Eins“) lautet: Grüße NIEMALS ein Fahrzeug, welches kein Motorrad ist. Hierzu gehören Motorroller, sowie alles, das weniger als 125 ccm Hubraum oder mehr als eine Spur hat (Ausnahme: Gespanne). So etwas ist kein Motorrad! Wer fahrlässig Roller, Mofas, Kleinkrafträder, Trikes oder Quads grüßt, verliert sein Gesicht und jegliche Selbstachtung. Dies gilt auch und gerade für Motorroller mit einem Hubraum über 200 ccm.

    * Oldtimer werden grundsätzlich freudig und bewundernd gegrüßt, unabhängig vom Hubraum. Aber: Oldtimer werden meist von technisch versierten älteren Fahrern gefahren, so genannten ‚alten Schraubern‘, und solchen ist Respekt zu zollen! Trifft man daher alte Schrauber, wartet man zunächst, ob sie grüßen, um dann weinend vor Glück und Stolz zurückzugrüßen. Von Frühling bis Herbst grüßen viele alte Schrauber nicht, weil sie Winterfahrer sind (siehe unten).

    * Winterfahrer (s. d.) grüßen nur andere Winterfahrer, Saisonschwuchteln (s. d.) werden demonstrativ ignoriert. Treffen sich zwei Winterfahrer, ist die Freude groß. Man hält an, umarmt sich, baut ein Iglu oder macht wenigstens ein Lagerfeuer und redet mindestens zwei Stunden Benzin (s. Benzin reden). Saisonschwuchteln hingegen grüßen in den ersten Frühlingswochen wie wild und beidhändig (!) alles, was sich auf zwei Rädern bewegt. Vor lauter Aufregung vergessen sie dann oft, dass eine Kurve kommt. Sie haben immer frische Unterwäsche an – man könnte ja im Krankenhaus landen.

    * BMW-Fahrer sind als arrogante notorische Nichtgrüßer verschrieen, da sie nicht grüßen und den Gruß nicht erwidern. Dies ist so nicht haltbar: andere BMW-Fahrer werden durch Hochziehen einer Augenbraue oder durch das leichte Lupfen des Kinnteils ihres Klapphelms gegrüßt.

    Grenzfälle
    * Ungeregelt und darum praktisch nicht existent ist die Motorradgrußkultur auf der Autobahn. Nicht einmal erfahrene Motorradfahrer können sagen, ob man entgegenkommende Motorräder über sechs Spuren und einen Grünstreifen hinweg grüßen muss.

    * Auf beliebten Motorradstrecken ist die Motorraddichte während der Saison an Wochenenden inzwischen so hoch, dass dort nicht mehr oder nur noch sehr ausgewählt gegrüßt wird. Dies hängt weniger mit Bequemlichkeit zusammen, vielmehr macht es einfach keinen Spaß und ist zudem nicht ungefährlich, 70 Kilometer mit nur einer Hand am Lenker zu fahren.

    * Sportfahrer mit dem Knie auf der Erde sollte man nicht grüßen. Die glauben, auf der Rennstrecke zu fahren. Und dort bedeutet das Handheben des Gegenverkehrs, dass sie nach dem letzten Sturz die Orientierung verloren haben und fälschlicherweise die Strecke in Gegenrichtung befahren. Das wiederum zwingt sie dazu, sofort anzuhalten und zu wenden, denn das Fahren in Gegenrichtung bedeutet: Punktabzug, Geldstrafe und schlimmstenfalls Entzug der Lizenz. Kurz nach dem Wenden stellen sie beim nächsten Gruß fest, dass sie nun erst recht in der falschen Richtung unterwegs sind, und so wenden sie und fahren dieselbe Kurvenkombination immer wieder hin und her, bis es dunkel wird, und sie den Gruß nicht mehr erkennen. Dann begeben sie sich auf den Weg nach Hause an ihre Box.

    * Harley-Fahrer sollte man nicht grüßen. Sie könnten versehentlich den Gruß erwidern. Dabei kann, bei ungünstiger Drehzahl, der Lenker durch Vibrationen abbrechen. Da zumeist kein Drehzahlmesser vorhanden ist, trifft das den Harleyfahrer vollkommen unvorbereitet. Da der Lenker meistens >1m breit und >0,5m hoch ist, lässt er sich nur schwer verstauen. Der typische Harleyfahrer hat deshalb nicht einmal einen Ersatzlenker dabei. Das ist der Grund, warum Harleyfahrer so oft am Straßenrand stehen. Als Vorbeifahrer kann man den abgebrochenen Lenker nicht erkennen und hält das dann für eine Pinkelpause.

    * Ein sehr ernstes Problem in Bezug auf das korrekte Grüßen stellen Motorroller mit Hubräumen von 250 cm³ und mehr dar. Diese sind aufgrund ihrer Größe von vorne selbst von geübten Augen kaum noch von echten Motorrädern zu unterscheiden. Erst im Vorbeifahren erkennt man seinen Fehler, aber dann ist es zu spät. Dies konfrontiert den echten Motorradfahrer mit einem fast unlösbaren Dilemma: Die Verletzung der Regel Nummer Eins ist unter keinen Umständen zu riskieren, grüßt man ein grußberechtigtes Fahrzeug jedoch nicht, ist man ein arroganter Sack ohne jegliche soziale Kompetenz. Konzentriert man sich zu stark auf das entgegenkommende Fahrzeug, um es sicher zu identifizieren, läuft man Gefahr, die nächste Kurve zu verpassen und – dann allerdings korrekt grüßend – in die Leitplanke zu klatschen. Eine Lösung dieses Problems ist nicht in Sicht, da sich das bekannte Kartell aus Regierung und Industrie weigert, ein Identifizierungssystem, ähnlich der Freund-Feind-Kennung von Militärflugzeugen, als Serienpflichtausstattung für Motorroller vorzuschreiben.

    #1063

    Vladimir Hribar

    Einteilung

    Die Lümmler
    Lümmeln meist gekonnt in stundenlang eingeübter Pose mit dem Ellenbogen auf dem Tank. Gern werden dabei auch nur die äußersten Fußspitzen auf die Rasten gestellt, so das es zum so genannten „Froschlümmeln“ kommt. Kommt dann ein Motorradfahrer entgegen, geht die Hand (2 Finger meist ausgestreckt) lässig in Richtung Helm, ein kleines Nicken noch und der Lümmler fällt zurück in die Ausgangsposition.

    Die Schüchternen (aber auch die Dankbarsten)
    Unsicher warten sie auf ein Zeichen. Keinesfalls möchten sie sich blamieren, indem sie grüßen und der andere es vielleicht nicht erwidert. Wird der Schüchterne allerdings zuerst gegrüßt ist die Freude groß und dankbar grüßt er zurück, oft mit vollem Körpereinsatz, Nicken, Hand, Fuß oder auch mit Zuruf und das alles gleichzeitig.

    Die Immer-Grüßer
    Nach dem Motto „komme was wolle, ich grüß immer“ zieht er seine Runden. Und das meint er völlig ernst. In Schräglagen, die Kniepads schleifend, die Fußrasten sitzen auf, viel Verkehr, eine Ölspur voraus oder an der Leitplanke klebend? Kein Problem, es wird in jedem Fall gegrüßt, schließlich wurde es jahrelang bis zur Perfektion geübt! Der Immer-Grüßer nimmt auch keinerlei Rücksicht auf Typ, Marke, Hubraum und Alter des entgegenkommenden Motorrades (ausgenommen sind natürlich Fahrzeuge, die nicht als Motorrad definiert werden, obwohl sie zwei Räder haben. z.B. Fahrräder und Roller). Alles was zwei Räder hat beschenkt er mit kollegialer Aufmerksamkeit.

    Die Vielleicht-Grüßer
    Die Vielleicht-Grüßer, auch Vigrüß genannt, beäugen erst skeptisch das Vehikel des Grüßungsanwärters. Wenn alles dem wachsamen Auge des Vigrüß Zustimmung findet, sprich, es ist das richtige Krad, die richtige Kleidung, das richtige Tempo, die richtige Lautstärke usw. wird anerkennend gegrüßt. Nur ist es dann meist zu spät und der andere längst über alle Berge.

    Die Abklatscher (oft Enduristen)
    Meist verbergen sich darunter echte Frohnaturen und Entertainer. In der Schule oft der Klassenclown gewesen, bemühen sie sich auch auf Straße dieses Image beizubehalten. Das sie durch ihre ruckartigen und ausholenden Bewegungen zuweilen andere Biker verschrecken, die ein Angriff auf Leib und Leben befürchten, stört sie nicht weiter. Wenn es nach ihnen ginge, würden sie jedem Entgegenkommenden persönlich die Hand schütteln.

    Die Augenzwinkerer (oft Anfänger)
    Unsicher, die beiden Hände fest an den Lenker geklammert, voll auf beschäftigt mit Gas, Bremse und Kupplung, versuchen sie durch kräftiges Augenzwinkern das Grüßen zu erwidern. Sehr mutige spreizen auch schon mal den ganzen kleinen Finger vom Lenker ab und freuen sich dann wie die Schneekönige über die geglückte Aktion.

    Die um des Grüßens-Willen-Fahrer (Grüwis)
    Ein echter Hardcoregrüßer. Meist nur bei schönem Wetter anzutreffen (bei Regen gibt es ja weniger die man grüßen könnte) schleicht er langsam durch die Gegend um ja keinen Grußkandidaten zu übersehen. Vor der Tour wird noch die am stärksten frequentierte Motorradstrecke ausgeguckt und los geht’s. Potentielle Grußopfer so weit das Auge reicht. Der Grüwi ist in seinem Element. Wenn er abends nach Hause kommt und die linke Hand schmerzt, war es ein guter Tag. Wenn sie nicht schmerzt dürfen seine Mitmenschen das ausbaden und sich tagelang Triaden anhören, dass das Motorradfahren nicht mehr das ist, was es einmal war; ja früher war alles besser, früher war alles gut, da hielten noch alle zusammen …….. da wurde man noch gegrüßt!

    Die Nichtgrüßer (oft Wehrdienst- oder Totalverweigerer)
    Stur den sonnenbebrillten Blick geradeaus gerichtet, verweigert er zivilen Gehorsam und den Bikergruß. Sein Haupt krönt oft ein Jethelm. Er ist ein Rebell, ein Individualist, ein James Dean der Biker, der sich in keine Schublade stecken lassen will. Meist hatte er eine dominante Mutter. Unbeugsam trotzt er allen Regeln, schließlich waren alle anderen noch Quark im Supermarktregal oder ein Glitzern im Auge von Papa als er längst eine Harley sein eigen nannte.

    Streetfighter
    In keine Kategorie einzuordnen waren die Streetfighter. Meist Psychopathen, das Visier schwarz wie ihre Seele, oft mit Totenkopfairbrush auf dem Helm und/oder Totenkopfhalstuch, winken sie nach Gutdünken wenn sie gut gelaunt sind oder das Gegenüber grüßwürdig empfinden. Ihre Grüße werden immer erwidert. Allerdings mehr aus Angst, das dieser Soziopath bei Verweigerung ’ne Knarre zieht und sich rächt.

    Der euphorische Gruß
    Er wird oft von den Endurofahrern praktiziert. Dabei wird unter voller Körperspannung der linke Arm in die horizontale gerissen, sodass man eigentlich nicht übersehen werden kann (manchmal im vorraus noch mit hupen unterlegt).

    Der Heizer – Gruß
    Der Heizergruß in extremer Schräglage (ein Knie berührt den Asphalt) gilt als sehr riskant. Er wird allgemein als Nachweis hoher Fahrkunst angesehen, aber man sollte vorher trotzdem frische Unterwäsche anziehen. Heiz-Grüßer fahren nur auf der äußersten Profilrille und vergleichen, wer die spitzesten Fußrasten vorweisen kann. Wer die Kunst des Heizergrußes nicht beherrscht und dennoch ausübt, riskiert seinen letzten, den sogenannten ‚goldenen Gruß‘.

    #1075

    Vladimir

    Gründe, warum der Harley Fahrer nicht zurückwinkt

    1. Die Garantie erlischt, wenn er nicht-amerikanischen Produkten zuwinkt.
    2. Mit dem dicken Leder und den Nieten kriegt er den Arm nicht hoch.
    3. Er grüßt prinzipiell keine Fahrer, die ihr Motorrad schon voll bezahlt haben.
    4. Er hat Angst, dass der Lenker abvibriert, wenn er ihn loslässt.
    5. Der Fahrtwind könnte die neuen Tätowierungen am Arm wegblasen.
    6. Er braucht ’ne Ewigkeit um nachher wegen der Vibrationen den Griff wieder zu finden.
    7. Er kann nicht unterscheiden, ob der andere grüßt oder sich die Ohren zuhält.
    8. Er hat wegen der Vibrationen einen Klettverschluss zwischen Lenkergriff und Handschuh.
    9. Er hat gerade im Wirtschaftsteil der Zeitung entdeckt, dass Honda zu 60 Prozent an Harley beteiligt ist.
    10. Seit der Zwangsversteigerung seiner letzten Harley hasst er alle Leute, die Hände heben.
    11. Die Rolex könnte nass werden.
    12. Die linke Lenkerhälfte könnte geklaut werden.
    13. Die linke Lenkerhälfte wurde bereits geklaut und er hält sich am Tacho fest.
    14. Der ganze Lenker wurde bereits geklaut und er betet einen Rosenkranz.
    15. Er braucht beide Hände um mit den Fingern die nächste Rate abzuzählen.
    16. Er poliert gerade den Luftfilterdeckel.
    17. Harleyfahrer grüssen sich untereinander nicht, da man sich ja schon morgens in der Werkstatt gesehen hat.

    Gründe, warum Goldwing Fahrer nicht grüßen

    1. Laut Honda-Fahrer-Handbuch darf er den Lenker erst loslassen, wenn das Motorrad steht, der Zündschlüssel abgezogen, der Hauptständer herausgeklappt und das Radio ausgeschaltet ist.
    2. Auf dem Armaturenbrett ist kein Knopf für „vollautomatisches Zurückwinken“.
    3. Er ist gerade eingeschlafen.
    4. Er kriegt den Arm wegen Altersschwäche nicht mehr hoch.
    5. Er hat übers Handy eine Konferenzschaltung mit seinem Broker und der CityBank.
    6. Mami hat verboten, Fremde zu grüßen.
    7. Er ist gerade mit Abzählen der Lämpchen am Christbaum beschäftigt.
    8. Er sortiert momentan seine CD-Sammlung.
    9. Die Hand vor der Antenne stört den Fernsehempfang.
    10. Er räumt gerade das Kaffeegeschirr in den Spüler.
    11. Wegen seiner Alzheimer weiß er anschließend nicht mehr, wohin mit der Hand.
    12. Er findet nachher zwischen all den Knöpfen, Schaltern und Hebeln den Lenker nicht mehr.
    13. Er wechselt gerade die Batterie vom Herzschrittmacher.
    14. Er googelt gerade im Bordcomputer, was ‚erhobene Hand eines fremden Motorradfahrers‘ bedeutet.
    15. Er grüßt immer, aber wegen dem Geraffel um den Lenker sieht keiner die Hand.
    16. Er sucht gerade nach einer Ersatzbatterie für seine Weihnachtsbeleuchtung am Mototrrad.
    17. Er grüßt nicht, da sonst die Kutte hochrutscht und Arztkittel, Anwaltsrobe oder ähnliches sichtbar wird.

    Gründe, warum ein Superbike-Fahrer nicht grüßt

    1. Er hat sich soweit hinter seine Verkleidung zusammengefaltet, dass er nur noch den Instrumententräger vor sich sieht.
    2. Wenn er jetzt die Finger hebt, dann verschlechtert das seine Aerodynamik und er wird 3 km/h langsamer.
    3. Sein zum extragroßen Schaltblitz umgebauter Disco-Strobo blendet ihn.
    4. Sein pechschwarzes Helmvisier ist 100% blickdicht und er fährt nach Gehör.
    5. Er macht gerade einen Wheelie und sieht deswegen die Straße vor ihm nicht.
    6. Er macht gerade einen Stoppie und sieht deswegen die Straße vor ihm nicht.
    7. Er ist gerade damit beschäftigt, ungebremst in LKW/Baum/Leitplanke zu knallen (in dieser Reihenfolge).
    8. Er nähert sich der Lichtgeschwindigkeit. Dadurch wird seine Masse so groß, dass er seine Hand nicht mehr heben kann.
    9. Er überholt dich eigentlich gerade. Doch er ist dabei so schnell, dass er anfängt in der Zeit zurückzureisen.
    10. Er ist durch die Beschleunigung seines Bikes kurzzeitig ohnmächtig geworden.

    #1089

    Vladimir

    Das Motorrad-ABC

    A wie „Auspuff“
    Bis zu 300°C heißes Metallrohr. Dient zum Versengen von Waden und Oberschenkeln.

    B wie „Bolizei“
    Natürlicher Feind des Motorradfahrers. Findet den „A“ wie Auspuff meistens zu laut

    C wie „ceigen sie mal ihre papiere“
    Der erste Satz eines Bolizisten und meistens der letzte vor der Stilllegung Ihrer Maschine

    D wie „Ducati“
    Altes italienisches Zahlungsmittel, gibt es auch als Gold-Ducati.

    E wie „Enduro“
    Eine Art Gartengerät, dient zum Entfernen seltener Pflanzen in Naturschutzgebieten.

    F wie „FuckOff“
    Traditionelle Grußformel zwischen Motorradfahrern und Autofahrern.

    G wie „Gulli“

    * Geselliger Treffpunkt für Motorradfahrer, an dem man sich traditionell zum Ölwechsel trifft.
    * Gummikuh, Zweirad für Herren mit Testosteronmangel

    H wie „Hummel“
    Sehr, sehr schnell entgegenkommendes Hochgeschwindigkeitsgeschoss, das versucht dem Motorradfahrer den Helm vom Kopf zu schiessen.

    I wie „Inbusschlüssel“
    Nützliches Werkzeug, aber im Bus nützt es ihnen nichts, sie müssen es schon im Gepäck haben.

    J wie „Japaner“
    Sammelbegriff für fernöstliche Zweiräder. Auch „Reisbrenner“, „Reiskocher“, „Reisschüssel“.

    K wie „kesengte sau“
    Hochgeschwindigkeitsfahrer, hinterlässt meist lautes Dröhnen und Frau mit zwei Kindern.

    L wie „Lederkombi“
    Ideales Kleidungsstück für Motorradfahrer. Hält im Sommer mollig warm und im Winter schön kühl.

    M wie „Mutter“
    Anderes Wort für „Schraube“ oder „Freundin“. Ursprung des beliebten Bikerspruchs „an dieser Mutter würde ich gern‘ mal schrauben“

    N wie „Naked Bike“
    Unbekleidetes Motorrad, darf erst ab 18 gefahren werden.

    O wie „Ostchinesisches Meer“
    Voller Wasser, zum Motorrad fahren völlig ungeeignet.

    P wie „Platsch“
    Meist tödliche Begegnung zwischen Insekten und Motorradfahrern

    Q wie „Q-scheiße auf der Fahrbahn“

    * Bei Motorradfahrern höchst unbeliebtes Gleitmittel
    * Bezeichung eines bayerischen Motorradtyps

    R wie „rote Ampel“
    Nettes kleines Lämpchen, für Motorradfahrer ohne weitere Bedeutung.

    S wie „Straßenverkehrsordnung“
    Nettes schwarz- weißes Papier. Für Motorradfahrer ohne weitere Bedeutung.

    T wie „Tausend Ausreden“
    Hat jeder Motorradfahrer immer parat. Für Verkehrsrichter ohne weitere Bedeutung.

    U wie „Uzzi“
    Vorname „moto“, „moto uzzi“ war der Erfinder der Geländemaschinenpistole

    V wie „Visier“
    Meist zerkratzte, völlig undurchsichtige Plastikscheibe. Ursprungsland Arabien, dort auch als Großvisier bekannt.

    W wie „Wellensittig“
    Selbst mit Rennmaschinen schwer zu erlegen.

    X wie „X und hopp“
    Synonym für problemlose Altölentsorgung

    Y wie „Yamaha“
    Siehe Hauptartikel dazu

    Y wie „Yawasaki“
    nein!

    Y wie „Yarly Davidson“
    NEIN!

    Y wie „Yündapp“
    JAAAAAA!

    Dann eben weiter! Z wie „Zamaha“
    Genau, jetzt stimmt`s! (ZÜNDAPP GILT NICHT!)

    #1095

    Vladimir

    A
    * Abflug – Sturz.
    * ablegen – stürzen, auch „geordnet ablegen“, wenn der Kampf um die Aufrechte verloren geht
    * abspulen (Kilometer abspulen) – eine Strecke zurücklegen.
    * absteigen – Sturz (Euphemismus) Wird verwendet, um zu demonstrieren, dass man selbst in kritischen Lagen alles unter Kontrolle hat und nicht von außen beeinflusst wird.
    * abtanken – Toiletten aufsuchen zur Verrichtung einer Notdurft.
    * abwürgen – (1) Einen Motor durch Überlastung zum Stillstand bringen.
    * Achseltrockner – Chopper mit Ape Hanger
    * Achtler – liebevoll für 125cm³-Maschine (ein Achtel Liter Hubraum)
    * Affenschaukel – s. Ape Hanger
    * Affentwin – Honda Africa Twin 650
    * Alpenreiter – BMW-Fahrer
    * Alpenschlegel – KTM-Einzylindermotorrad
    * Alteisen (aus Milwaukee) – Harley-Davidson
    * Altherrentour – Gruppenausfahrt erfahrener Biker mit flotterer Gangart (Gegenteil von Blümchenpflücker)
    * am Kabel ziehen – Gas geben
    * andrücken – motiviert Gas geben, um die Durchschnittsgeschwindigkeit zu steigern
    * angasen – den Gasgriff als Heizgriff benutzen
    * Angstkante – siehe Angstrand
    * Angstnippel – an den Enden der Fahrerfußrasten angebrachte, zur Fahrbahn hin gerichtete Stifte, die bei zunehmender Schräglage deutlich vor dem kritischen Bereich (Schräglagenfreiheit, Haftgrenze) aufsetzen, um Fahrer oder Fahrerin durch Geräusch und Bewegung frühzeitig zu warnen. Können bedenkenlos oder gewissenlos abgeschraubt werden, je nach Weltanschauung. Der gefühlvolle Planschliff im Fahrtbetrieb ist für akribisch-geduldige Charaktere ebenfalls denkbar.
    * Angstrand – (Angststreifen, Angstschwarte, Vernunftstreifen) Der am Motorradreifen sichtbare Beweis zauderhaften Fahrstil, ein mehr oder minder breiter Rand nicht angefahrenen Profils am Hinterreifen, auf dessen Feststellung gemeinhin mit einem gemurmelten „geringe Schräglagenfreiheit“ begegnet wird. Alternativ auch als Nebeneffekt lebensverlängernden Fahrstils propagiert (Schräglagenreserve), was im Extrem betrieben zum Bahnplatten führt.
    * ankern, den Anker werfen – hart bremsen. „…da hat er noch in letzter Sekunde den Anker geworfen…“.
    * ansniffen – Das Heranfahren an eine Reihe anderer Fahrzeuge vor einer Kurve (primär Motorräder – Autos und andere Verkehrshindernisse sollte man davor schon überholt haben!).
    * Anti-Dive-System – Aus dem englischen: Anti-Tauch-Vorrichtung; soll das starke Eintauchen der Telegabel beim Bremsen verhindern, funktioniert aber genauso wenig wie das von dem Amsterdamer Joop de Dijver erfundene Dijve-System, dass das Versinken von in die Gracht gefallenen Fahrrädern verhindern soll.
    * Anlasser am Daumen – Bezeichnung für Motorradbesitzer, die ihre Maschine mit dem Daumen (E-Starter) starten statt mit einem Kickstarter (abschätzig)
    * Ape Hanger – Affenschaukel, Lenker mit sehr hohen Enden (Tief sitzen, weit greifen oder Nie wieder Achselschweiß) auch: 8×4-Lenker
    * Applauskurve – fahrerisch anspruchsvolle Kurve auf einer anerkannten öffentlichen Heizstrecke. An Wochenenden versammeln sich dort Zuschauer, um besonders gelungene Durchfahrten oder auch Abflüge(in der Regel Kaltverformung des Krads) zu beklatschen.
    * Aquarium – Integralhelm
    * Arschheizung – s. Seatpipe
    * Asphaltfräse – extrem schmale Reifen („Straßenflex“)
    * aufduttln – beabsichtigtes (zum Zwecke des Duttl-Anschleifens) oder unbeabsichtigtes (Lowsider) Aufsetzen der Boxerzylinder einer BMW am Asphalt
    * aufschippen – ordentlich am Gas drehen.
    * aufschnupfen – vorausfahrende Konvois „als Line zu sich nehmen“, also überholen
    * aufzünden – auf der Rennstrecke fahren
    * ausdrehen – erst dann in den nächsten Gang schalten, wenn der Motor seine Höchstdrehzahl erreicht hat
    * ausreiten – s. Hanging Off, auch normale Ausfahrt auf der Hausstrecke
    * auswringen – ausdrehen bis in den roten Bereich
    * Autofahrer – natürlicher Feind des Motorradfahrers. Autofahrer versuchen ihre Beute vornehmlich durch falsches Abbiegen und Schneiden zu erlegen, was nur bei kleinen Krads und sehr bequemen Kradfahrern funktioniert. Motorradfahrer revanchieren sich durch Rechtsüberholen und Fingerzeigen. Es solle schon Kradfahrer gesichtet worden sein, die sich bei Autofahrern für deren Fahrfehler mit dem Abschlagen der Autoaussenspiegel bedanken.

    #1412

    Vladimir

    🙂 und es geht weiter :
    B
    * Backenbremse – Einzige Möglichkeit der Verzögerung für einen gestürzten Motorradfahrer, der eine Kurve zu schnell angegangen ist.
    * Backflip – 360° Salto rückwärts beim Freestyle Motocross
    * Backfiring – brabbelndes Geräusch aus dem Triumph Sprint Endtopf, wenn der Motor sich im Schiebebetrieb befindet
    * Bahnfahren – bei vielen Tourenfahrern streng verpönte Fortbewegung auf der Bundesautobahn
    * Bahnplatten – durch kurvenparkende Fahrweise unterstützte, letztlich jedoch durch exzessiven Autobahnbetrieb hervorgerufene reifenmittige Profilminimierung
    * Bakterie – Batterie
    * ballern – rücksichtsloses und rasantes Fahren
    * Bandit – oft gefahrenes Suzuki-Modell (GSF 1200), das häufig vergeblich zum Streetfighter umgebaut wird. Gibt es als Kult, Pop (600/1200), Neo (650/1200) und Evo (650/1250).
    * Begrenzer – Drehzahlbegrenzer, Vorrichtung, die verhindert, dass der Motor höher als eine bestimmte Drehzahl dreht. „In den Begrenzer rennen“: den Motor so hoch drehen, dass er vom Begrenzer abgeregelt wird.
    * Beiwagen – Dem Anhänger verwandtes, einrädriges Vehikel, das seitlich am Motorrad befestigt wird, die Transportleistung um 100 Prozent verbessert, seine Fahreigenschaften aber um 150 Prozent verschlechtert, es sei denn der Gespannfahrer beherrscht dasselbige. Von den meisten Solofahren belächelt. ((Anmerkung eines Gespannfahrers: Gespannfahrer belächeln allerdings auch Solofahrer; Fahren auf `nem Solo-Mopped ist relativ Kindergeburtstags-mässig gegen das Kraft raubende Gespann-Fahren.)
    * Benzin reden – Gespräche, Diskussionen übers Motorrad, Heldenberichte am Lagerfeuer
    * Bergaufbremser – Jemand der ängstlich und unsicher fährt
    * Bergwandern, sportliches – Rennmäßiges Abrasen von Alpenpässen unter Zuhilfenahme eines Motorrades
    * Betonmischer – ursprünglich der Spitzname der Moto Guzzi-Falcone 500 cm³, heute für alle Guzzi-Modelle. Der liegende Einzylindermotor der frühen Guzzis wurde der Legende nach in der Nachkriegszeit aus einem Betonmischmaschinenantrieb entwickelt.
    * BIG – auch „die Big“ oder Dr. (sprich ‚Doktor‘) Big, liebevolle Bezeichnung für die Einzylinder-Enduros DR750 und DR800 von Suzuki
    * Biker – (1) Fahrradfahrer. (2) (auch Rocker) Ein meist bierbaeuchiger Tschopperfahrer mit Kutte, der in einem MC [Motorradclub] Mitglied ist und sich mit Gleichgesinnten auf Bikertreffen trifft. „Normalos, Moechtegern-Motorradfahrer und Eisdielenposer“, die sich beispielweise ein Sportmotorrad kaufen, ohne es jemals artgerecht zu bewegen und durch ihren breiten Angstrand leicht zu erkennen sind, bezeichnen sich haeufig ebenfalls als Biker. Echte[tm] Motorradfahrer, für die das Fahren eines Motorrades mehr ist als blosse Fortbewegung, Posen oder Kontaktsuche zu Gleichgesinnten, meiden den negativ besetzten Begriff des Bikers und ziehen die Bezeichnung „Kradist“ vor.
    * Bikini-Verkleidung – Verkleidung eines Motorrades, die im Gegensatz zur Vollverkleidung nicht die ganze Maschine, sondern zur Verbesserung der Optik nur die hässlichsten Teile der Motorrades abdeckt. Bei Frauen sollen Bikinis genau das Gegenteil tun.
    * Blade – Bezeichnung für eine Honda CBR Fireblade
    * Blase – Tank
    * blasen – intensiv fahren, z. B. „Morgen blasen wir zum Gardasee.“
    * Blümchenpflücker – je nach Region entweder abschätzig für genussvolles Touren in Verbindung mit Tourismus oder die Bezeichnung für sportliche Fahrer mit starken Schräglagen, die bequem die Blümchen am Strassenrand pflücken könnten.
    * Bock – liebevolle Bezeichnung für das Motorrad
    * Bodenprobe – Sturz. „Eine Bodenprobe nehmen“ = stürzen
    * Bodenübung – Auswirkung des Sturzes
    * Bolle – Honda Kurzname für eine CB 900 F/F2 Bol d´Or (auch liebevoll Boldi oder Bolli genannt, mitunter zählen auch die CB 750 F (dohc) dazu, die sogenannten Baby-Boldor)
    * bollern – Fahren mit einer Ducati, wegen des bollernden Auspuffklangs
    * Bonnie -Triumph Bonneville
    * Bonsai-Harley – liebevoll für japanische (möchtegern-) Chopper, wie z.B. Daelim 125er oder Yamahas kleine Virago-Modelle
    * Boosten – Mäxchen-Fahrer bezeichnen das Bewegen ihres Heizeisens (Yamaha VMX1200 V-max) so. Der Name kommt vom V-Boost-System, einer per Servomotor gesteuerten Klappe zwischen je zwei Vergasern, die ab einer gewissen Drehzahl öffnet.
    * Boot – Beiwagen an Gespannen
    * Bordwerkzeug – Werkzeug, um Wand-Borde zu montieren. Da Motorradfahrer solche Werkzeuge selten brauchen, halten die meisten Motorrad-Hersteller Bordwerkzeuge für überflüssig.
    * Braincap – „Gehirnabdeckung“, Halbschalenhelm ohne Wangen- und Kinnschutz
    * Bratpfannen – runde Schweineohren
    * bratzen – sich bratzen = sich ablegen, in Norddeutschland auch für „fahren“ (durch die Gegend bratzen)
    * Bremsscheibe – Schutzscheibe, die stechende und beißende Insekten wie Bremsen, Bienen und Wespen vom Fahrer fernhalten soll.
    * Bremsschlitten – Bezeichnung für Sozia als Entschuldigung für nicht erreichen der Tagesform
    * brennen, lassen – siehe Burn-Out
    * Brenner – Rennmotorrad
    * Brennplatte – eine speziell für Burn-Outs hergerichteter Platz aus Beton, Holz oder Asphalt
    * Brot-und-Butter-Motorrad – ein einfaches, praktisches und günstiges Alltagsmotorrad
    * Brotdose, Brotkasten – (1)Quaderförmiger Auspuffendtopf der MZ Country 500, Baghira und Black Panther; (2) Luftfilterkasten älterer Buell-Modelle
    * Brother – Mitglied in einem Motorradclub
    * Bruchstrichfahrer – Fahrer von Motorrädern mit Saisonkennzeichen, da die Anordnung der Zulassungsmonate an einen Bruch erinnert
    * Brückenstein – Japans Antwort auf Metzelers Elefant: Bridgestone
    * Brülltüte (auch Krawalltüte) – eine im Allgemeinen nachträglich zum Sound-Upgrade nachgerüstete Auspuffanlage, die nicht vom TÜV eingetragen wird, sondern Probleme mit der Rennleitung herbeiführt.
    * BSE – Bleischwere Enduro; Motorrad, das nach Enduro aussieht, jedoch für manche zu schwer scheint, um wie eine Enduro bewegt zu werden.
    * Bückeisen – Sportmaschine (wg. der sportlich gebückten Haltung der Fahrers)
    * Bulle – Liebevoll gemeinter Ausdruck für Polizist. Leitet sich aus der Tatsache ab, dass Polizisten Motorradfahrern gegenüber meist in Herden auftreten und viele von ihnen auf ein Motorrad wie auf ein rotes Tuch reagieren.
    * Bürgerkäfig – Personenkraftwagen (auch: Dose) die Wortschöpfung wird dem österr. Motorradmagazin Reitwagen zugeschrieben
    * Burn out [börnaut] – ‘Burning out’ beschreibt das Durchdrehen des Hinterrades bei stehendem Motorrad, wodurch sich der Hinterreifen in Rauch und einen schwarzen Strich auf der Straße umwandeln lässt. Siehe auch: Kreis ziehen.
    * Busa – Suzuki GSX1300R Hayabusa

    #1413

    Vladimir

    Liest das hier überhaupt jemand?????

    #1414

    Andreas

    Hallo Wladimir
    Einer guckt immer mal rein. VG

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